Palliativteam Hochtaunus

Palliativversorgung zu Hause, ambulant oder im Hospiz

+ 49 (0) 6172/499 763 0 oder +49 (0) 6172/595 161 0

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Leistungen

Unser multiprofessionelles Team unterstützt Sie mit:

speziell ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten für Palliativmedizin sowie Palliative Care Fachkräften

durch 24 Stunden-Rufbereitschaft

  • regelmäßige Hausbesuche nach Absprache und kurzfristig bei akuten Problemen
  • Symptomkontrolle und zeitnahe Behandlung der Beschwerden
  • Anpassung der Medikamentenpläne an das aktuelle Beschwerdebild
  • Beratung zu Therapiezielfindung und der Sinnhaftigkeit weiterer Therapien
  • Umsetzung der Patientenverfügung
  • Empfehlung zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten z. B. Pflegedienst oder Hospizdienst
  • Organisation der Hilfsmittelversorgung
  • Abstimmung mit Hausarzt und Pflegedienst zu Medikamenten- und Behandlungsplänen

Homöopathie

Klassische Homöopathie in der palliativen Versorgung

Von der palliativen Versorgung ist es die wichtigste Aufgabe eines klassischen Homöopathen, die Seelennöte schwerstkranker Patienten, die sich körperlich häufig durch heftige Schmerzattacken, Schlaflosigkeit, Unruhezustände, etc. äußern, wirksam und gleichzeitig nebenwirkungsfrei zu lindern. Wichtig ist, dass ein Patient für die Erfahrung einer homöopathischen Behandlung zumindest offen und bereit ist.

Die in der in der Regel 1 - 2 stündige Erstanamnese findet, wenn möglich, in der vertrauten Umgebung des Patienten statt, denn hier kann ich mir einen guten Einblick in seine gewohnte Lebensweise verschaffen.

Vorher spreche ich mit dem Patienten ab, dass er auf Fragen, die er lieber nicht beantworten will, auch nicht antworten muss, dass es aber für meine spätere Suche nach dem passendsten Arzneimittelbild wichtig ist, immer bei seiner subjektiv empfundenen Wahrheit zu bleiben.

Mittels offener Fragen erfrage ich zuerst die Hauptbeschwerde: welche Maßnahmen helfen, diese zu lindern, welche Umstände machen sie unerträglicher, in welcher Weise beeinflusst sie sein Wohlbefinden…

Wenn das Gespräch gut läuft, beginnt sich ein Vertrauensverhältnis zu entwickeln; der Patient verlässt den Pfad seiner Krankheit. Er beginnt sich zu öffnen und erzählt Dinge aus seinem Leben, die ihm sehr am Herzen liegen. Hier entfaltet sich seine individuelle Persönlichkeit. Obwohl die Patienten am Ende der Erstanamnese manchmal richtig erschöpft sind, fühlen sie sich entspannt und sind zufrieden, „endlich mal alles auf den Tisch gebracht zu haben!“

Das Gehörte ist eine Art „Puzzle“, aus dessen Einzelkomponenten ich mir anschließend in meiner Praxis, immer auf der „Suche nach dem roten Faden“ die wichtigen Schlüsselworte und -sätze chronologisch zu einem möglichst vollständigen „Patientenbild“ zusammensetze und dieses schließlich computergestützt mit dem passendsten „Arzneimittelbild“ in der Regel aus dem Tier-, Pflanzen- oder Mineralreich bestmöglich zur Deckung bringe.

In den wesentlich kürzeren Folgeanamnesen frage ich alle in der Erstanamnese ermittelten Parameter erneut ab. Daraus ergibt sich wieder ein Patientenbild, das dem ersten Arzneimittelbild entweder weiterhin weitgehend entspricht, oder einem anderen Arzneimittelbild ähnlicher ist, nach dem ich dann die nächste passendste Arznei ermittle.

Schritt für Schritt kann es auf diese Weise dem Patienten gelingen, seine noch vorhandene „Lebenskraft“ für die verbleibende Lebenszeit optimal zu nutzen, auch dann, wenn eine Gesundung nicht mehr möglich ist.

Psychoonkologie

Psychologische Unterstützung und Biografiearbeit

Mein Angebot im Rahmen unseres multiprofessionellen Teams ist Beziehungsarbeit in einer existenziell schwierigen Situation - immer dann, wenn Fragen, Probleme und Wünsche über medizinische und pflegerische Maßnahmen hinausgehen.

Im Mittelpunkt steht die Verbesserung der Lebensqualität durch die Herstellung einer vertrauensvollen, aufrichtigen Kommunikation mit dem Patienten und den Angehörigen über deren Bedürfnisse und Wünsche.

Mein unterstützender Ansatz fokussiert sich auf persönliche Bewältigungsstrategien und individuelle Ressourcen, wenn Belastungen wie z. B. spezielle Lebensumstände, Konflikte mit nahen Bezugspersonen, erschütterter Lebenssinn, Sorge um Familienangehörige usw. nicht mehr allein getragen werden können. Zeit für persönliche Zuwendung ist der wichtigste Baustein, auf dem die Beziehung zum Patienten entsteht.

Für Patienten, die sich im Kontext ihrer schweren Erkrankung mit ihrer eigenen Lebensgeschichte beschäftigen wollen, biete ich im Rahmen der Würdezentrierten Therapie (WzT) die Erstellung eines Lebensbogens an. Angesprochen sind Patienten, denen existenzielle Fragen nach dem Sinn des Lebens allgemein, aber auch nach dem höchstpersönlichen Sinn ihres Lebens durch den Kopf gehen und die sich Zeit für eine Rückschau, aber auch für den Blick nach vorn nehmen wollen.

Hierbei geht es um eine behutsam geführte Biografiearbeit unter dem Aspekt „das Leben ehren und die eigene Lebensleistung würdigen“, an deren Ende ein Lebensbogen entsteht, in dem für den Patienten und den im Dokument benannten Bezugspersonen bedeutsame Aspekte des eigenen Lebens festgehalten werden, und die als Kraftquelle dienen.

Sozialdienst

Sozialdienstliche Unterstützung

Das Angebot der sozialen Arbeit umfasst die Beratung und Unterstützung in rechtlichen Fragen. Dabei geht es um die Klärung von Ansprüchen bei Kranken- und Pflegekassen, dem Versorgungsamt, dem Sozialamt und beim Rententräger. Benötigen Sie Hilfe und Unterstützung beim Ausfüllen der entsprechenden Formulare und Anträge, dann sprechen Sie mich gerne an.

Ebenso setze ich mich auch mit Ihnen zusammen um die Frage nach einer Vorsorgevollmacht und/oder Patientenverfügung zu thematisieren. Beratend stehe ich Ihnen beim Ausfüllen der Formulare zur Verfügung.

Ich unterstütze bei der Organisation eines Hausnotrufsystems, eines Treppenliftes, und bei dem bedarfsgerechten Umbau des Wohnumfelds.

spirituelle Begleitung

Spirituelle Begleitung (Spiritual Care)

Spiritual Care ist neben dem medizinisch-pflegerischen, sozialen und psychischen Bereich eine weitere tragende Säule im Rahmen der palliativen Begleitung.

Insbesondere wird hier die Total-Pain-Symptomatik behandelt. Hiermit sind Schmerzzustände gemeint, die auch auf seelischen Schmerz zurückzuführen sind, wenn der „Lebensrucksack“ einfach zu schwer ist, um diese Last allein tragen zu können.

  • Beschäftigen Sie Fragen zu Schicksal, Heimat, Selbstwertgefühl?
  • Welcher Glaube und welche Rituale geben Ihnen Kraft?
  • Welchen „Lebensrucksack“ tragen Sie?
  • Woher komme ich, warum bin ich hier?
  • Wo gehe ich hin?
  • Warum ich?

Ich möchte mit Ihnen über diese Sinnfragen sprechen und Ihnen Möglichkeiten und Wege aufzeigen, daraus Ressourcen zu erschaffen, die Ihnen die Krankheitsverarbeitung erleichtern.

„Spiritual Care ist eine wissenschaftliche Disziplin zwischen Medizin, Theologie und Krankenhausseelsorge“, so die Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Spiritual Care bedeutet auch die professionsübergreifende, empathische Grundhaltung mit Transparenz und Akzeptanz für alle Menschen, verbunden mit leidenschaftlicher Präsenz im Hier und Jetzt.

Wenn Sie diese Unterstützung nutzen möchten oder neugierig darauf geworden sind, so sprechen Sie unser Team an.

Kurze Einführung in den Sterbeprozess aus tibetisch-buddhistischer Sicht von Khenpo Tenpa Yungdrung Rinpoche, Abt des Kosters Triten Norbutse in Kathmandu

seelsorgliche Begleitung

Mut zu hoffen und zu glauben

Wir haben Sie ermutigt, zu Ihrer Krankheit und Therapie Fragen zu stellen und Therapie-entscheidungen gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten zu treffen.

Wir möchten Sie aber auch ermutigen, unabhängig davon wie gut oder schlecht Ihre Diagnose und Prognose ist, zu hoffen.

Ein Wunder lässt sich nicht „machen“, aber wir können und dürfen darauf hoffen. Menschen, die einen Zugang zum Glauben haben, können auch dafür beten.

Begleitung im Glauben

Angesichts einer möglicherweise lebensbedrohenden Erkrankung verlieren Dinge des bisherigen Alltags an Wichtigkeit und Aspekte des Lebens, die bislang nicht so beachtet wurden, gewinnen an Bedeutung.

Ein sich verändernder Körper und eingeschränkte Lebenskräfte stellen auch den Geist vor neue Herausforderungen. Auf der Suche nach einem eigenen oder auch gemeinsamen Weg in dieser Krise unterstützt die spirituelle Begleitung und Seelsorge. Dort wo Worte fehlen, um Gedanken und Empfindungen zum Ausdruck zu bringen, helfen Symbole manchmal wie eine Brücke über die Sprachlosigkeit hinweg Im Dialog wird die Suche danach, wie sich persönliche Anliegen zum Ausdruck bringen lassen, gestaltet. Wenn bis dahin Unaussprechliches benannt wird, findet oft ein Perspektivwechsel statt, der es ermöglicht, den neuen Lebenszusammenhang einzuordnen und eine eigene Zukunfts-erwartung zu formulieren.

Menschen, die sich einer Glaubensgemeinschaft angehörig fühlen, werden in ihrer religiösen Tradition begleitet. Menschen mit anderen weltanschaulichen Orientierungen erfahren ein offenes Gesprächsangebot auf der Suche nach den persönlichen Kraftquellen.

Kunsttherapie

Pädagogische und kunsttherapeutische Begleitung

Mein Angebot umfasst Formen der pädagogischen und kunsttherapeutischen Unterstützung. Ich nehme mir Zeit für das Gespräch. Den Bildern und Kunstwerken, die Sie selbst oder Ihre jüngeren und älteren Kinder gestalten können, begegne ich in gemeinsamer Betrachtung mit Interesse, Wertschätzung und Offenheit, d. h. frei von Bewertungen und Erwartungen. Ich orientiere mich an Ihren Bedürfnissen und den Besonderheiten der jeweiligen Situation. Wenn Sie dies möchten, kann die kreative Arbeit von einer Entspannungsübung begleitet sein. Entspannung kann aber auch durch den schöpferischen Prozess selbst eintreten, der zu einem Bild oder Objekt hinführt, das als innere Erfahrungs- und Zufluchtsmöglichkeit mit angenehmen Gefühlen und Erinnerungen verbunden ist oder sogar in die Hand genommen werden kann. Auch das Vorlesen einer Geschichte kann helfen, sich gemeinsam auf die Mal- und Gestaltungsarbeit einzustimmen oder diese abzuschließen.

Den Kindern, die von einer schweren Erkrankung in der Familie bzw. einer palliativen Situation im häuslichen Umfeld mitbetroffenen sind, möchte ich besondere Aufmerksamkeit schenken. Oftmals tauchen Gedanken und Sorgen auf, ob und wie Kinder in aufrichtiger und behutsamer Weise einbezogen werden können. Sich an eine außenstehende Person zu wenden, kann Ihnen als Eltern und Angehörige helfen, um Ideen für das eigene Gespräch mit den Kindern und die Wahrnehmung von Bedürfnissen zu gewinnen. Mein Angebot, Sie zuhause aufzusuchen, soll den Schritt zu einer Selbstvergewisserung, welchen Weg Sie im Einklang mit sich gehen möchten, erleichtern. Für Kinder ist es wichtig, eigene Fragen stellen und eigene Gefühle haben zu dürfen und hierbei einen zwischen-menschlichen Resonanzboden zu spüren. Kreative Ausdrucksformen und spielerisches Ausprobieren können entlastend sein, einen Augenblick tiefer Freude bedeuten oder das Gespräch über wichtige Themen, die die Kinder beschäftigen, ermutigen.

Die Materialien werden von mir mitgebracht und sind in vertrauter Umgebung ohne weitere Vorbereitungen einsetzbar. Beispielsweise werden gesundheitlich unbedenkliche Farben und Papiere oder weiche Tonerden angeboten, die auch in Kindergärten, Schulen und Nachsorgekliniken gebräuchlich sind.

Voraussetzungen

Wir können für Sie, liebe Patientin, lieber Patient, tätig werden, wenn wir eine „Ärztliche Verordnung“ bekommen. Diese wird manchmal im Krankenhaus ausgestellt und gilt damit sieben Tage, um den Übergang vom Krankenhaus nach Hause sicher-zustellen. In der Regel wird die Verordnung aber von der Hausärztin/dem Hausarzt oder einem niedergelassenen Facharzt ausgestellt. Dieser kann auch für einen längeren Zeitraum eine Verordnung ausstellen.


Unsere Arbeit versteht sich als Ergänzung zu den Haus- und Fachärzten, den Pflegediensten sowie ehrenamtlichen Hospizhelfern, mit denen wir in enger Abstimmung stehen. Wir betreuen Patienten mit schwersten Symptomen und komplexem Versorgungs-bedarf mit einer 24 h-Rufbereitschaft. Unser Ziel ist es, Symptome zu lindern und Lebensqualität zu geben. Wenn sich die gesundheitliche Situation stabilisiert, müssen wir als ambulantes Palliativteam mit unserer Versorgung pausieren.
Der Gesetzgeber hat im Jahr 2007 festgelegt, dass die Kosten für die SAPV für alle gesetzlich Versicherten von den Krankenkassen übernommen werden. Bei Privatpatienten behält sich die Krankenkasse eine Einzelfallprüfung vor, folgt aber in der Regel den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.


Die Kostenübernahme der Kassen betrifft leider nur die Arbeit zweier Berufsgruppen – die der Palliativpflegenden und die der Palliativärzte. Andere Therapiemöglichkeiten, die unseren Anspruch an eine ganzheitliche Versorgung des Patienten sicherstellen – wie psychologische Begleitung, Homöopathie, Sozialarbeit, Kunsttherapie, spirituelle Begleitung und Seelsorge werden aus Spendenmitteln finanziert. Wenn Sie uns mit einer Spende unterstützen möchten, helfen Sie, unsere Multiprofessionalität weiterhin zu sichern.   Vielen Dank bereits an dieser Stelle!


Wir freuen uns darauf, Sie in aller Professionalität begleiten zu können - immer mit dem Ziel im Blick: Die bestmögliche Lebensqualität für alle Betroffenen!


Ihr Palliativteam Hochtaunus