Palliativteam Hochtaunus

Palliativversorgung zu Hause, ambulant oder im Hospiz

+ 49 (0) 6172/4997630 oder 595020

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Leistungen

Unser multiprofessionelles Team unterstützt Sie mit:

speziell ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten für Palliativmedizin sowie Palliative Care Fachkräften

durch 24 Stunden-Rufbereitschaft

  • regelmäßige Hausbesuche nach Absprache und kurzfristig bei akuten Problemen
  • Symptomkontrolle und zeitnahe Behandlung der Beschwerden
  • Anpassung der Medikamentenpläne an das aktuelle Beschwerdebild
  • Beratung zu Therapiezielfindung und der Sinnhaftigkeit weiterer Therapien
  • Umsetzung der Patientenverfügung
  • Empfehlung zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten z. B. Pflegedienst oder Hospizdienst
  • Organisation der Hilfsmittelversorgung
  • Abstimmung mit Hausarzt und Pflegedienst zu Medikamenten- und Behandlungsplänen

Naturheilkunde

Naturheilkunde in der palliativen Versorgung

Mit unserem Angebot der Naturheilkunde möchten wir Sie gerne ergänzend zu den ärztlichen und therapeutischen Behandlungen in ihrer momentanen Lebensphase begleiten.

Voraussetzung dafür ist zunächst ein ausführliches Gespräch, um Sie kennenzulernen. Im nächsten Schritt erarbeiten wir für Sie ein passendes Therapieangebot. Mehrere ganzheitliche Möglichkeiten stehen uns dabei zur Verfügung.

Gerne nutzen wir die Kraft der Homöopathie, die neben den körperlichen Beschwerden auch die geistige und seelische Verfassung berücksichtigt. Die für Sie passende Arznei enthält Wirkstoffe aus dem Pflanzen-, Tier- oder Mineralreich.

Die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) bietet heute eine große Bandbreite der Behandlung. Viele erfolgreich angewandte Medikamente enthalten Bestandteile pflanzlichen Ursprungs.

Akupunktur (hauptsächlich Ohrakupunktur) kann zum Einsatz kommen, um Schmerzen zu lindern oder psychische Blockaden und Ängste zu lösen. Akupunktur bringt Lebensenergie zum Fließen und den Körper damit wieder in sein natürliches Gleichgewicht.

Mit weiteren Therapiemöglichkeiten der Naturheilkunde ergänzen wir unser Spektrum.

Jeder Behandlungsplan wird individuell auf Ihre Situation angepasst und ausführlich mit Ihnen besprochen.

Wir wünschen uns, Sie damit optimal betreuen zu können.

Mit besten Grüßen

Birgit Streblow (Heilpraktikerin) Christel Reitz (Heilpraktikerin)

Psychoonkologie

Psychologische Unterstützung und Biografiearbeit

Mein Angebot im Rahmen unseres multiprofessionellen Teams ist Beziehungsarbeit in einer existenziell schwierigen Situation - immer dann, wenn Fragen, Probleme und Wünsche über medizinische und pflegerische Maßnahmen hinausgehen.

Im Mittelpunkt steht die Verbesserung der Lebensqualität durch die Herstellung einer vertrauensvollen, aufrichtigen Kommunikation mit dem Patienten und den Angehörigen über deren Bedürfnisse und Wünsche.

Mein unterstützender Ansatz fokussiert sich auf persönliche Bewältigungsstrategien und individuelle Ressourcen, wenn Belastungen wie z. B. spezielle Lebensumstände, Konflikte mit nahen Bezugspersonen, erschütterter Lebenssinn, Sorge um Familienangehörige usw. nicht mehr allein getragen werden können. Zeit für persönliche Zuwendung ist der wichtigste Baustein, auf dem die Beziehung zum Patienten entsteht.

Für Patienten, die sich im Kontext ihrer schweren Erkrankung mit ihrer eigenen Lebensgeschichte beschäftigen wollen, biete ich im Rahmen der Würdezentrierten Therapie (WzT) die Erstellung eines Lebensbogens an. Angesprochen sind Patienten, denen existenzielle Fragen nach dem Sinn des Lebens allgemein, aber auch nach dem höchstpersönlichen Sinn ihres Lebens durch den Kopf gehen und die sich Zeit für eine Rückschau, aber auch für den Blick nach vorn nehmen wollen.

Hierbei geht es um eine behutsam geführte Biografiearbeit unter dem Aspekt „das Leben ehren und die eigene Lebensleistung würdigen“, an deren Ende ein Lebensbogen entsteht, in dem für den Patienten und den im Dokument benannten Bezugspersonen bedeutsame Aspekte des eigenen Lebens festgehalten werden, und die als Kraftquelle dienen.

Sozialdienst

Sozialdienstliche Unterstützung

Das Angebot der sozialen Arbeit umfasst die Beratung und Unterstützung in rechtlichen Fragen. Dabei geht es um die Klärung von Ansprüchen bei Kranken- und Pflegekassen, dem Versorgungsamt, dem Sozialamt und beim Rententräger. Benötigen Sie Hilfe und Unterstützung beim Ausfüllen der entsprechenden Formulare und Anträge, dann sprechen Sie mich gerne an.

Ebenso setze ich mich auch mit Ihnen zusammen um die Frage nach einer Vorsorgevollmacht und/oder Patientenverfügung zu thematisieren. Beratend stehe ich Ihnen beim Ausfüllen der Formulare zur Verfügung.

Ich unterstütze bei der Organisation eines Hausnotrufsystems, eines Treppenliftes, und bei dem bedarfsgerechten Umbau des Wohnumfelds.

spirituelle Begleitung

Spirituelle Begleitung (Spiritual Care)

Spiritual Care ist neben dem medizinisch-pflegerischen, sozialen und psychischen Bereich eine weitere tragende Säule im Rahmen der palliativen Begleitung.

Insbesondere wird hier die Total-Pain-Symptomatik behandelt. Hiermit sind Schmerzzustände gemeint, die auch auf seelischen Schmerz zurückzuführen sind, wenn der „Lebensrucksack“ einfach zu schwer ist, um diese Last allein tragen zu können.

  • Beschäftigen Sie Fragen zu Schicksal, Heimat, Selbstwertgefühl?
  • Welcher Glaube und welche Rituale geben Ihnen Kraft?
  • Welchen „Lebensrucksack“ tragen Sie?
  • Woher komme ich, warum bin ich hier?
  • Wo gehe ich hin?
  • Warum ich?

Ich möchte mit Ihnen über diese Sinnfragen sprechen und Ihnen Möglichkeiten und Wege aufzeigen, daraus Ressourcen zu erschaffen, die Ihnen die Krankheitsverarbeitung erleichtern.

„Spiritual Care ist eine wissenschaftliche Disziplin zwischen Medizin, Theologie und Krankenhausseelsorge“, so die Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Spiritual Care bedeutet auch die professionsübergreifende, empathische Grundhaltung mit Transparenz und Akzeptanz für alle Menschen, verbunden mit leidenschaftlicher Präsenz im Hier und Jetzt.

Wenn Sie diese Unterstützung nutzen möchten oder neugierig darauf geworden sind, so sprechen Sie unser Team an.

Kurze Einführung in den Sterbeprozess aus tibetisch-buddhistischer Sicht von Khenpo Tenpa Yungdrung Rinpoche, Abt des Kosters Triten Norbutse in Kathmandu

seelsorgliche Begleitung

Mut zu hoffen und zu glauben

Wir haben Sie ermutigt, zu Ihrer Krankheit und Therapie Fragen zu stellen und Therapie-entscheidungen gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten zu treffen.

Wir möchten Sie aber auch ermutigen, unabhängig davon wie gut oder schlecht Ihre Diagnose und Prognose ist, zu hoffen.

Ein Wunder lässt sich nicht „machen“, aber wir können und dürfen darauf hoffen. Menschen, die einen Zugang zum Glauben haben, können auch dafür beten.

Begleitung im Glauben

Angesichts einer möglicherweise lebensbedrohenden Erkrankung verlieren Dinge des bisherigen Alltags an Wichtigkeit und Aspekte des Lebens, die bislang nicht so beachtet wurden, gewinnen an Bedeutung.

Ein sich verändernder Körper und eingeschränkte Lebenskräfte stellen auch den Geist vor neue Herausforderungen. Auf der Suche nach einem eigenen oder auch gemeinsamen Weg in dieser Krise unterstützt die spirituelle Begleitung und Seelsorge. Dort wo Worte fehlen, um Gedanken und Empfindungen zum Ausdruck zu bringen, helfen Symbole manchmal wie eine Brücke über die Sprachlosigkeit hinweg Im Dialog wird die Suche danach, wie sich persönliche Anliegen zum Ausdruck bringen lassen, gestaltet. Wenn bis dahin Unaussprechliches benannt wird, findet oft ein Perspektivwechsel statt, der es ermöglicht, den neuen Lebenszusammenhang einzuordnen und eine eigene Zukunfts-erwartung zu formulieren.

Menschen, die sich einer Glaubensgemeinschaft angehörig fühlen, werden in ihrer religiösen Tradition begleitet. Menschen mit anderen weltanschaulichen Orientierungen erfahren ein offenes Gesprächsangebot auf der Suche nach den persönlichen Kraftquellen.

Kunsttherapie

Pädagogische und kunsttherapeutische Begleitung

Kunsttherapie als Mittel der Kommunikation am Lebensende

Kunsttherapie kann einen Dialog in Gang setzen, wo die bewusste Sprache versagt. Meine besondere Aufmerksamkeit und Wertschätzung widme ich schwer erkrankten Menschen, ihren Familien und Nahestehenden. Gern begleite ich sie im schöpferischen Prozess auf dem Weg zu sich selbst. Es geht um den bewussten Prozess des Gestaltens als auch um die Auseinandersetzung mit dem Gestalteten. Die haptische Auseinandersetzung über verschiedene Medien und Materialien ermöglicht die nonverbale Introspektive in zwei- und dreidimensionalen Methoden, so dass auch das Unaussprechliche in einem schützenden Rahmen Entlastung finden darf.

In Form von imaginären Verfahren führe ich sie sanft zu ihren Kraftquellen, welche im malerischen sowie gestalterischen Prozess visualisiert, stabilisiert und verankert werden können, so dass ein Gegenüber entsteht und das Nicht-Begreifbare über den schöpferischen Gestaltungsakt begreifbar werden darf.

Das kreative Tun hat sowohl stabilisierende als auch harmonisierende Wirkung, ist oft Trost spendend und beruhigend. Durch das Realisieren der eigenen Leistung erfährt der Patient/der Angehörige Selbstaufbau, Selbstermutigung und Beachtung.

Herzlichst Ihre

Monika Stolicka

Schreibwerkstatt

Mehr Informationen zur Schreibwerkstatt finden Sie hier

Begleitung von Kindern und Jugendlichen als Angehörige

Psychologische Unterstützung des Familiensystems Kinder/Jugendliche/Eltern

  1. Was machen wir mit unseren Kindern in einer existenziell schwierigen Situation?
  2. Was dürfen, was können wir Ihnen sagen und wie werden sie reagieren?
  3. Sollen wir sie mit einbeziehen, oder nehmen wir sie besser aus der Schusslinie?

Häufig besteht bei Eltern große Unsicherheit, wie viel Informationen die Kinder über die Erkrankung eines Eltern- oder Großelternteils wirklich benötigen und was ihnen am besten hilft, mit dieser schwierigen Situation umzugehen.

Mein Angebot umfasst nicht nur die Arbeit mit Ihren Kindern, sondern auch aufklärende Gespräche mit Ihnen als Eltern. Das Ansprechen bestimmter Themen verschafft Erleichterung und ich gebe Hilfestellungen und Anregungen, wie sie gemeinsam Ihrer kleinen Gemeinschaft festeren Boden unter den Füßen ermöglichen.

Je kleiner die Kinder, desto länger ihre Antennen. Sie spüren so viel und streben danach, sich anzupassen, um keine zusätzliche Belastung für die Eltern darzustellen. Durch spielerisches Erleben ermutige ich sie, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Gleichzeitig schaffe ich Raum für die Entwicklung neuer Handlungsmöglichkeiten.

Neben Malen, Basteln, Lesen und Erzählen arbeite ich mit Imaginationstechniken. Den Kindern wird die Möglichkeit gegeben, ihre Fantasie zu nutzen und zu entwickeln, um sich schwierigen Situationen stellen zu können. Beispiele dafür sind der Kontakt zum persönlichen Zauberer oder zum Freund aus dem Tierreich.

Ältere Kinder und Jugendliche benötigen andere Hilfestellungen. In gemeinsamen Gesprächen haben sie die Möglichkeit, ihre eigene Stärke zu entdecken und Bewältigungsstrategien im Umgang mit der Krankheitsthematik zu entwickeln. Hier geht es um das Gesehen werden der eigenen Person. Unsere Gespräche unterstützen die Persönlichkeitsentwicklung trotz der hemmenden und bedrohlichen äußeren Situation.

Ich möchte Sie, liebe Eltern, ermutigen, Ihre Kinder mit einzubeziehen und stehe Ihnen gern unterstützend und begleitend zur Seite.

Herzliche Grüße

Sabine Baukal

Voraussetzungen

Wir können für Sie, liebe Patientin, lieber Patient, tätig werden, wenn wir eine „Ärztliche Verordnung“ bekommen. Diese wird manchmal im Krankenhaus ausgestellt und gilt damit sieben Tage, um den Übergang vom Krankenhaus nach Hause sicher-zustellen. In der Regel wird die Verordnung aber von der Hausärztin/dem Hausarzt oder einem niedergelassenen Facharzt ausgestellt. Dieser kann auch für einen längeren Zeitraum eine Verordnung ausstellen.


Unsere Arbeit versteht sich als Ergänzung zu den Haus- und Fachärzten, den Pflegediensten sowie ehrenamtlichen Hospizhelfern, mit denen wir in enger Abstimmung stehen. Wir betreuen Patienten mit schwersten Symptomen und komplexem Versorgungs-bedarf mit einer 24 h-Rufbereitschaft. Unser Ziel ist es, Symptome zu lindern und Lebensqualität zu geben. Wenn sich die gesundheitliche Situation stabilisiert, müssen wir als ambulantes Palliativteam mit unserer Versorgung pausieren.
Der Gesetzgeber hat im Jahr 2007 festgelegt, dass die Kosten für die SAPV für alle gesetzlich Versicherten von den Krankenkassen übernommen werden. Bei Privatpatienten behält sich die Krankenkasse eine Einzelfallprüfung vor, folgt aber in der Regel den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.


Die Kostenübernahme der Kassen betrifft leider nur die Arbeit zweier Berufsgruppen – die der Palliativpflegenden und die der Palliativärzte. Andere Therapiemöglichkeiten, die unseren Anspruch an eine ganzheitliche Versorgung des Patienten sicherstellen – wie psychologische Begleitung, Homöopathie, Sozialarbeit, Kunsttherapie, spirituelle Begleitung und Seelsorge werden aus Spendenmitteln finanziert. Wenn Sie uns mit einer Spende unterstützen möchten, helfen Sie, unsere Multiprofessionalität weiterhin zu sichern.   Vielen Dank bereits an dieser Stelle!


Wir freuen uns darauf, Sie in aller Professionalität begleiten zu können - immer mit dem Ziel im Blick: Die bestmögliche Lebensqualität für alle Betroffenen!


Ihr Palliativteam Hochtaunus